Lexikon

In der untenstehenden Liste finden Sie wichtige Begriffe rund um gynäkologische Erkrankungen und Eingriffe, die Ihnen im Arztgespräch begegnen können.

Ablatio Mammae
Operative Komplett-Entfernung der Brust bei Brustkrebsbefall
Abort
Fehlgeburt
Abrasio
Ausschabung der Gebärmutter bei Blutungen aus der Gebärmutter
Adenomyosis uteri
Erkrankung der Gebärmutter, bei der Gebärmutterschleimhautdrüsen in die Gebärmutterwand wachsen. Dies führt häufig zu einer vergrößerten Gebärmutter, mit schmerzhafter und starker Regelblutung.
Adhaesiolyse
Lösen von Verwachsungen - z.B. zwischen Gebärmutter und Darm oder Blase
Adnexektomie
Entfernung eines Eierstocks mit Eileiter
Amenorrhoe
Ausbleiben der Regelblutung
Antiemetika
Medikamente gegen Übelkeit
Bartholin'sche Zyste
Scheidendrüse, die angeschwollen oder entzündet ist
BET
Brust erhaltende Therapie bei Krebsbefall der Brust
Chemotherapie
Medikamentöse Therapie bei Krebserkrankungen, z.B. bei Brustkrebs, Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs
CIN
Cervikale Intraepitheliale Neoplasie = Zellveränderung im Gebärmutterhals
Condylomata acuminata
Feig- oder Feuchtwarzen, die durch Viren entstehen
Vorkommen: Scheide, Penis
Übertragung: Geschlechtsverkehr
Curettage
Entfernung z.B. einer Fehlgeburt durch Vakuum oder vorsichtiges Ausschaben
Distensionsmedium
Klare Flüssigkeit oder Gas zur Füllung eines Hohlraums (z.B. Gebärmutterhöhle, Bauchhöhle), um diesen besser betrachten zu können
Dysmenorrhoe
Schmerzhafte Regelblutung
Dysplasie
Zellveränderung
Eileiterschwangerschaft
Einnisten der befruchteten Eizelle in einem Eileiter, statt in der Gebärmutterhöhle. Muss fast immer operativ behandelt werden.
Ektopie
Gebärmutterschleimhaut auf der Oberfläche des Gebärmutterhalses
Ektozervix
Äußere Fläche des Gebärmutterhalses am Ende der Scheide
Endometriose
Gebärmutterschleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter wächst, z.B. auf der Oberfläche der Gebärmutter, auf oder in den Eileitern, in oder auf den Eierstöcken. Eine Endometriose führt häufig zu schmerzhaften Regelblutungen.
Endometriumablation
Gebärmutterschleimhautverödung - um eine zu starke Regelblutung zu reduzieren, z.B. mit elektrischem Strom, Laser, Hitze oder Kälte
Endometriumkarzinom
Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut
Endometriumpolypen
Gutartige Gebärmutterschleimhautwucherung
Endoskop
Starres oder flexibles, schlankes Schaurohr durch das direkt oder per Videokamera das Körperinnere inspiziert werden kann.
Endoskopie
Untersuchung und Operation in Hohlräumen (z.B. Bauchhöhle, Gebärmutterhöhle) oder Hohlorganen (z.B. Blase, Darm) mit Hilfe kleiner Optiken, die über eine Öffnung (z.B. Gebärmutterhals, Harnröhre) oder einen 5 - 10 mm langen Schnitt am Bauchnabel eingeführt werden.
Extrauteringravidität
Einnisten der befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutterhöhle. Muss fast immer operativ behandelt werden.
Feigwarzen
Siehe Condylomata acuminata
Fertilitätsoperationen
Operationen an der Gebärmutter, den Eileitern oder Eierstöcken zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit
Gebärmutterspiegelung
Untersuchung der Gebärmutterhöhle mit einer kleinen Optik, die über den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird. Sie ermöglicht die Operation von Myomen oder Polypen in der Gebärmutterhöhle.
GnRH-Vorbehandlung
Durch eine medikamentöse Blockade wird die eigene Hormonproduktion unterdrückt. Die Patientin kommt sozusagen in die Wechseljahre und die Gebärmutterschleimhaut wird ausgedünnt. Nach ca. 28 Tagen kann dann die Endometriumablation durchgeführt werden und die eigene Hormonproduktion setzt wieder ein.
Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie
Zur schnellen, ambulanten Abklärung von auffälligen Befunden in der Brust können mit einer 1,4 mm langen Nadel, unter lokaler Betäubung und unter Ultraschallsicht, kleine Proben aus der Brust entnommen werden.
Hormontherapie
Durch eine medikamentöse Blockade der Hormone wird bei Brustkrebspatientinnen das erneute Auftreten oder Voranschreiten einer Brustkrebserkrankung verhindert.
HPV-Infektion
Humanes Papilloma Virus-Infektion = Infektion im Genitalbereich. Häufige Ursache von einfachen Warzen. 80% der Infektionen sind harmlos. Ein kleiner Teil der Infektionen kann, wenn er nicht behandelt wird, zu Zellveränderungen (Dysplasien) im Bereich des Gebärmutterhalses und der Scheide führen.
Hymen
Jungfernhäutchen
Hypermenorrhoe
Starke Regelblutung
Hysterektomie
Gebärmutterentfernung
Hysteroskopie
Spiegelung der Innenseite der Gebärmutter mit einem optischen Instrument
ICSI
Künstliche Befruchtung, bei der Samen direkt in die Eizelle injiziert werden
Infertilitätsprobleme
Probleme, die dazu führen, dass eine eingetretene Schwangerschaft nicht ausgetragen werden kann oder zu einer Fehlgeburt führt (Myome, Fehlbildungen der Gebärmutter etc.)
Inkontinenzoperation
Operationen zur Behandlung des ungewollten Urinverlusts
IVF
Künstliche Befruchtung, bei der Samen mit der Eizelle in einer Nährflüssigkeit zusammengebracht werden
Konisation
Kegelförmige Umschneidung des Gebärmutterhalses bei Zellveränderungen am Gebärmutterhals
Labienzysten
Zysten in oder an den Schamlippen
Laparoskop
Starre Optik von 3 - 10 mm Durchmesser zur Betrachtung des Bauchraums
Laparoskopie
Bauchspiegelung; Inspektion der Bauchhöhle mit einem starren Spezialinstrument (Laparoskop) zur Beurteilung von Bauch- und Beckenorganen
Laparotomie
Operation am Bauch, mit einem Schnitt durch die Bauchdecke. Entweder ein Querschnitt knapp oberhalb der Schamhaargrenze oder ein Längsschnitt zwischen Nabel und Schamhaargrenze.
Laservaporisation
Verdampfung von Zellen z.B. durch Laser
LASH
Laparoskopisch-assistierte suprazervikale Hysterektomie: Gebärmutterentfernung per Bauchspiegelung. Dabei wird nur der Gebärmutterkörper entfernt. Der Gebärmutterhals, das Scheidenende und die Stabilität des Beckenbodens bleiben bei dieser Operation erhalten.
LAVH
Laparoskopisch-assistierte vaginale Hysterektomie: Entfernung der Gebärmutter, bei der die gesamte Gebärmutter inkl. Gebärmutterhals entfernt wird. Der erste Teil der Operation wird per Bauchspiegelung durchgeführt, der zweite über die Scheide.
Lipome
Gutartige Fettknoten
Mammakarzinom
Brustkrebs
Mammaptosis
Durch eine Schwäche des Bindegewebes kommt es zum Hängen der Brust. Durch eine Operation kann die Brust wieder in die alte Form gebracht werden.
Mammille
Brustwarze und Warzenhof
Mammillenrekonstruktion
Wiederherstellung der Brustwarze aus eigenem Gewebe
Menolyse
Verödung der Gebärmutterschleimhaut, um eine zu starke Regelblutung zu reduzieren, z.B. mit elektrischem Strom, Laser, Hitze oder Kälte
Menorrhagie
Verlängerte Regelblutung über mehr als 7 Tage
Metrorrhagie
Zusatzblutung außerhalb der Regelblutung
Minimal-invasive Chirurgie
Möglichst gewebeschonende Operationsmethode: Kein Bauchschnitt, keine Verletzung der Bauchdecke, kleine Instrumente. Darstellung des Operationsfeldes unter Vergrößerung und dadurch bessere Übersicht.
Myom
Gutartiger Muskelknoten in der Gebärmutter
Myomatose
Erkrankung der Gebärmutter durch gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter
Myomoperation
Entfernung von Muskelknoten aus der Gebärmutter: entweder durch eine Bauch- oder Gebärmutterspiegelung. Wenn nicht anders möglich auch durch einen Bauchschnitt.
Ovarialkarzinom
Eierstockkrebs
Ovarialtumor
Vergrößerter Eierstock
Paraurethralzysten
Kleine Zysten direkt neben dem Harnröhrenausgang
PCO Syndrom
Polyzystisches Ovarien Syndrom; viele Zysten unter einer verdickten Kapsel am Eierstock
Polymenorrhoe
Regelzyklus, bei dem zwischen zwei Blutungen weniger als 20 Tage liegen
Polyp
Gutartige Schleimhautwucherung in der Gebärmutter
Polyzystische Ovarien
Doppelseitige Vergrößerung der Eierstöcke durch zahlreiche kirschkern- bis walnussgroße Zysten. Häufig verbunden mit einer Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung) und ungewollter Kinderlosigkeit. Eine medikamentöse und operative Behandlung ist möglich.
Postoperativ
nach der Operation
Psychoonkologische Betreuung
Psychologische Betreuung von Krebspatienten durch speziell ausgebildete Psychologen
Resektoskop
Elektrische Schlinge, mit der unter Sicht Gewebe (Myome, Polypen etc.) aus der Gebärmutter entfernt werden kann.
Schlingentechnik
Operationsverfahren bei unwillkürlichem Harnverlust
Septumdurchtrennung
Operative Durchtrennung einer angeborenen Trennwand der Gebärmutter oder der Scheide
Sterilisation
Per Bauchspiegelung erfolgt die operative Trennung der Eileiter durch Stromverödung. Als endgültige Verhütungsmethode.
Sterilität
Unfruchtbarkeit
Sterilitätsdiagnostik
Klärung der ungewollten Kinderlosigkeit durch eine Gebärmutterspiegelung und Bauchspiegelung mit Darstellung der Eileiter
Submuköse Myome
Myomknoten, die direkt unterhalb der Gebärmutterschleimhaut im Inneren der Gebärmutter sitzen
Subseröse Myome
Myomknoten, die auf der Außenfläche der Gebärmutter sitzen
Suprazervikale Hysterektomie
Laparoskopisch suprazervikale Hysterektomie. Gebärmutterentfernung per Bauchspiegelung. Dabei wird nur der Gebärmutterkörper entfernt. Der Gebärmutterhals, das Scheidenende und die Stabilität des Beckenbodens bleiben bei dieser Operation erhalten.
Totale Hysterektomie
Komplette Entfernung der Gebärmutter. Entweder über die Scheide, durch Bauchschnitt oder Bauchspiegelung.
Tubektomie
Entfernung eines Eileiters
Tuboovarialabszess
Eiteransammlung im Eileiter bzw. Eierstock
Uterus myomatosus
Durch gutartige Muskelknoten vergrößerte Gebärmutter
Uteruscavum
Gebärmutterhöhle
Vaginalseptum
Angeborene Trennwand in der Scheide
Vaporisation
Verdampfung von Zellen z.B. durch Laser
VIN
Vaginale intraepitheliale Neoplasie = Zellveränderung in der Scheide
Vulvaatherome
Grützbeutel im Genitalbereich
XXVI. Symposium für Minimal-invasive gynäkologische Chirurgie ● 31. März bis 02. April 2017, Münster