Ambulante Operationen auf höchstem Niveau

Im Velener Arbeitskreis Ambulantes Operieren (VAAO) sind neun der größten gynäkologischen Tageskliniken Deutschlands zusammengeschlossen, um durch enge wissenschaftliche und organisatorische Zusammenarbeit höchste Standards für endoskopische Operationen in der Gynäkologie zu gewährleisten und ständig weiterzuentwickeln.

Innovative, so genannte minimal-invasive Operationstechniken machen es heute möglich, zahlreiche gynäkologische Eingriffe ambulant durchzuführen. Und zwar genauso sicher wie bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig, das ist der Leitgedanke, der hinter diesem medizinischen Konzept steht. Die Mitgliedspraxen des VAAO bieten Ihnen damit die Sicherheit, so einfach und schonend wie möglich operiert zu werden.

Ambulante Operationen haben sich für viele chirurgische Eingriffe bewährt und bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Schonende Operationsmethoden
  • Geringer Wundschmerz und schnelle Heilung
  • Kaum sichtbare Narben
  • Intensive, persönliche Betreuung in der Praxis- bzw. Tagesklinik
  • Verlassen der Praxisklinik noch am Operationstag
  • Erholung in häuslicher Umgebung
  • Weitere Betreuung durch den behandelnden Arzt

Knoten in der Brust

Die Entfernung von Knoten aus der Brust ist in aller Regel ambulant möglich. Bei jedem Verdacht auf bösartiges Wachstum wird schon während der Operation eine Schnelluntersuchung des entnommenen Gewebes veranlasst. Das vorläufige Ergebnis liegt dann schon nach ca. 1 Stunde vor, so dass ohne Zeitverzug weitere Schritte unternommen werden können.

Der Eingriff erfolgt meistens in Narkose. Den Hautschnitt legt der Arzt in Abhängigkeit von dem Sitz des Knotens entweder bogenförmig, also parallel zum Brustwarzenhof, oder genau über den Knoten. Nach Entnahme des Gewebes wird unter fortlaufender Spülung der Wunde mit Kochsalzlösung eine sorgfältige elektrische Blutstillung vorgenommen. Anschließend vernäht oder verklebt der Arzt die Haut mit kosmetischen Nahttechniken. Zur Minderung postoperativer Schmerzen wird die Wunde zusätzlich zur Narkose örtlich betäubt. Die Entlassung erfolgt meist nach einigen Stunden.

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Bauchspiegelung

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) dient sowohl zu diagnostischen Zwecken als auch zur Durchführung so genannter minimal-invasiver Operationen. Diese erfolgen mittels spezieller Instrumente über sehr kleine Hautschnitte, ohne dass ein großer Bauchschnitt erforderlich ist. Vor und während der Operation wird die Bauchhöhle von innen mit einem Spezialendoskop (Laparoskop) betrachtet. Es handelt sich um ein Gerät mit einer sehr kleinen Kamera, die am Ende eines dünnen Röhrchens angebracht ist. Darüber hinaus enthält das Laparoskop ein Stablinsen-System zur Vergrößerung, eine Lichtquelle und meist eine Spül- und Absaugvorrichtung. Zudem können eine Videokamera angeschlossen und über das Laparoskop während einer Operation spezielle Instrumente in den Bauchraum eingeführt werden.

Die Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose. Dabei wird die Bauchdecke in der Bauchnabelgrube eröffnet. Damit der Arzt „freie Sicht“ hat und sich in der Bauchhöhle besser orientieren kann, bläst er durch ein dünnes Rohr Kohlendioxid in die Bauchhöhle und trennt so die sonst eng anliegenden Organe voneinander. Anschließend wird das Laparoskop in den Bauchraum geführt. Alle weiteren Instrumente, die für den jeweiligen Eingriff notwendig sind, kann der Arzt anschließend unter Sichtkontrolle einführen.

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Eierstockzysten

Eierstockzysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume. Sie treten als Follikel in jedem Monatszyklus auf und enthalten normalerweise eine Eizelle. Ein solcher Follikel platzt beim Eisprung und bildet einen Gelbkörper aus.
Wenn Follikel nach Eintritt der Regelblutung nicht wie üblich kleiner werden oder verschwinden, handelt es sich um so genannte Funktionszysten. Diese können länger bestehen bleiben und stören durch ihre Hormonproduktion die Reifung neuer Follikel. Der Eisprung bleibt aus.

Falls eine Funktionszyste nicht von selbst verschwindet oder zu groß wird (> 5 cm), sollte die Entfernung durch eine Operation per Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen.

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Myome

Myome sind gutartige bindegewebige Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter. Abhängig von ihrer Lage rufen sie unterschiedliche Symptome hervor. Bei Myomen direkt unter der Gebärmutterschleimhaut (submuköses Myom) kann es zu verstärkten Regelblutungen kommen. In der Gebärmutterwand gelegen, bereiten Myome gelegentlich Schmerzen während der Regelblutung, wohingegen außen an der Gebärmutter vorkommende Myome in den meisten Fällen – auch hinsichtlich eines Kinderwunsches – nicht zu Problemen führen. Werden Myome sehr groß oder zu zahlreich, können sie sowohl Unterbauchschmerzen als auch jede Art von Blutungsstörungen hervorrufen. Häufig liegen Myome jedoch so, dass sie die Befruchtung und Einnistung eines Embryos nicht behindern.

Sollte die Eileiterpassage oder die Einnistung des Embryos dennoch behindert sein, ist eine operative Entfernung des Myoms/der Myome sinnvoll. Zur Diagnosestellung von Myomen dienen der Ultraschall, die Gebärmutterspiegelung sowie die Bauchspiegelung.

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Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) ermöglicht dem Arzt über den natürlichen Zugangsweg über die Scheide einen direkten Blick in das Innere der Gebärmutterhöhle. Das bietet folgende Vorteile: Zum einen können verschiedene krankhafte Prozesse der Gebärmutter wie Blutungsstörungen, Sterilitätsprobleme, auffällige Befunde im Ultraschall oder Missbildungen der Gebärmutter direkt durch die sehr wenig belastende Gebärmutterspiegelung abgeklärt werden. Zum anderen lassen sich bei der Spiegelung unter direkter Sicht auch operative Eingriffe in der Gebärmutterhöhle durchführen. So können z.B. in die Gebärmutterhöhle ragende Schleimhautauswüchse (Polypen) oder unterhalb der Schleimhaut gelegene (submuköse) gutartige Muskelknoten (Myome) entfernt werden. Bei übermäßig starken Periodenblutungen, die sich nicht durch Medikamente behandeln lassen, besteht die Möglichkeit, die gesamte Gebärmutterschleimhaut zu entfernen (Endometriumablation). Oft kann den Frauen dadurch eine operative Entfernung der gesamten Gebärmutter erspart werden.
Bestimmte angeborene Missbildungen wie eine fälschlicherweise angelegte Trennwand (Uterus-Septum) oder eine verlagerte „verlorene“ Spirale lassen sich ebenfalls mittels Gebärmutterspiegelung entfernen.

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Endometriose

Die Endometriose ist eine chronische, aber gutartige Erkrankung und eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) tritt dabei außerhalb der Gebärmutterhöhle im Unterleib auf und kann sich dort an Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder dem Bauchfell ansiedeln. In den meisten Fällen werden diese Endometrioseherde von den Hormonen des Monatszyklus beeinflusst, d.h. sie können ebenfalls zyklisch wachsen und bluten. Die Folge sind Entzündungsreaktionen, Zystenbildung und die Entstehung von Vernarbungen und Verwachsungen.

Der Krankheitsverlauf einer Endometriose ist von Fall zu Fall verschieden. Unter Umständen verursachen kleine Herde starke Schmerzen, während große Herde kaum spürbar sind. Betroffen sein können alle Frauen ab Eintritt der Regelblutung bis zu den Wechseljahren, und über diese hinaus. Nach Schätzungen leiden etwa 7-15% aller Frauen im geschlechtsreifen Alter an Endometriose. Da Endometriose eine sehr komplexe Erkrankung ist, können die Symptome und Folgen sehr vielfältig sein.

Die diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist in diesem Zusammenhang gleichzeitig der erste Schritt einer chirurgischen Therapie. So können während der Laparoskopie die entdeckten Herde direkt durch Koagulation (Verdampfung, Verkochung) mit Hochfrequenzstrom, Hitze oder Laser zerstört oder durch einen Schnitt entfernt werden. Die Entfernung ganzer Organe wie z.B. Eierstock/Gebärmutter ist im Allgemeinen nicht notwendig.

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Endometriumablation

Die Gebärmutter ist ein innen hohles Muskelorgan, dessen Innenwand von der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) überzogen ist. Diese wird monatlich in Form der Regelblutung abgestoßen und anschließend neu gebildet.
Sind diese Regelblutungen sehr stark und nicht durch Myome oder Polypen ausgelöst, so ist eine Behandlung durch Abtragung und Verödung der Gebärmutterschleimhaut, die Endometriumablation, sinnvoll.

Da bei der Gebärmutterblutung solche Blutungsstörungen zumeist isoliert von der Schleimhaut ausgehen, wird heute diese Schicht operativ abgetragen oder thermisch verödet. Die Endometriumablation wird in Vollnarkose durch die Scheide durchgeführt. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten, ist schonend, effektiv und kann ambulant erfolgen.

Der Eingriff hat keine negativen Folgen für den Organismus, ist allerdings nicht rückgängig zu machen. Er stellt also eine irreversible Störung der Fruchtbarkeit dar. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die Endometriumablation keine zuverlässige schwangerschaftsverhütende Wirkung hat und eine zusätzliche Verhütung weiterhin notwendig ist.

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Gebärmutterentfernung

Sollte die Endometriumablation nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis hinsichtlich der Blutungsproblematik führen oder aber eine Gegenanzeige (=Kontraindikation) bestehen, kann entweder die Entfernung des Gebärmutterkörpers oder der gesamten Gebärmutter mitsamt Gebärmutterhals erforderlich sein. Bei der vollständigen Entfernung der Gebärmutter löst der Operateur mittels minimal invasiver Techniken (laparoskopisch, vaginal oder kombiniert laparoskopisch vaginal) die Gebärmutter aus ihren bindegewebigen Verankerungen und entfernt sie entweder über die Scheide oder in kleinen Teilen durch die laparoskopischen Hohlinstrumente (s.u. LASH).

Bei der minimal-invasiven Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) entfernt der Arzt im Rahmen einer Bauchspiegelung die Gebärmutter über die Scheide, ohne dabei die Bauchdecke zu eröffnen (laparoskopisch assistierte Hysterektomie).

Bei folgenden Erkrankungen der Gebärmutter kann eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) notwendig sein, z.B.:

  • Muskelgeschwülste (Myome) der Gebärmutter
  • Bedrohliche Blutungen der Gebärmutter, z.B. durch einen Riss in der Gebärmutterwand oder durch andere Komplikationen während oder nach der Geburt
  • Ständig wiederkehrende Blutungen z.B. durch Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-Hyperplasie)
  • Gebärmutterprolaps, bei dem die Gebärmutter teilweise oder vollständig vor den Scheideneingang tritt
  • Eierstocktumoren

Soll jedoch der Gebärmutterhals erhalten bleiben, bietet sich die sog laparoskopisch assistierte suprazervikale Hysterektomie (=LASH) an. Dabei wird der Gebärmutterkörper oberhalb des Gebärmutterhalses abgetrennt und dann im Bauchraum mit einem Spezialinstrument in kleine Gewebezylinder geteilt und geborgen.

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Inkontinenz- und Senkungsoperationen

Bei Defekten im Bereich des Beckenbodens, z.B. nach Entbindung oder bei schwachem Bindegewebe, kann es zu starken Senkungen bis hin zum Vorfall von Scheide und Gebärmutter kommen. Dies führt häufig zu einem unwillkürlichen Urinverlust (Stressharninkontinenz), etwa beim Husten, Niesen, Lachen oder Treppensteigen.
Die Harninkontinenz betrifft Frauen aller Altersklassen und kann zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

Hat der Frauenarzt eine behandlungsbedürftige Belastungsinkontinenz (=Streßharninkontinenz) festgestellt, so stehen neben den konservativen Möglichkeiten wie Pessartherapie, Beckenbodentraining, BioFeedback-Therapie u.a. auch sehr erfolgreiche operative Behandlungsmöglichkeiten zur Wiedererlangung der verloren gegangenen Kontinenzfunktion zur Verfügung. Hierbei wird beispielsweise im Rahmen einer kleineren Operation und in einer kurzen Narkose ein spannungsfreies Band (z.B. TVT) in die vordere Vaginalwand eingebracht und unterhalb der Harnröhre positioniert.

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Sterilisation

Die Sterilisation bietet sich für Frauen an, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben und eine sichere Methode der Empfängnisverhütung wünschen.

Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und kann ambulant erfolgen. Mit Hilfe der Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden beide Eileiter verschlossen. Dies geschieht mit einer Kunststoff- oder Metall-Klammer (Clip-Methode) oder durch Verschweißen mit Hitze (Thermokoagulation, Tubenkoagulation). Die unterschiedlichen Techniken ermöglichen eventuell ein Rückgängig machen der Maßnahme bzw. sind irreversibel

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XXVI. Symposium für Minimal-invasive gynäkologische Chirurgie ● 31. März bis 02. April 2017, Münster